Konferenz Europäischer Kirchen KEK

Der Kirchenbund ist Gründungsmitglied der Konferenz Europäischer Kirchen KEK. Als regionales Organ des Ökumenischen Rates der Kirchen ÖRK spielt die KEK eine wichtige Rolle auf dem Gebiet des theologischen Dialogs (ein Grossteil der orthodoxen Kirchen sind europäische Kirchen) sowie der ethischen Diskussion (die meisten europäischen Staaten sind entweder Mitglieder der Europäischen Union EU oder mit ihr assoziiert). Die KEK wurde 1959 als Antwort auf den Kalten Krieg gegründet und hat einen Versöhnungsauftrag. Bei der Vollversammlung von 2009 in Lyon beschloss sie eine Verfassungsrevision und somit eine Revision ihrer wichtigsten Aufgaben und Ziele. Der Kirchenbund hat diesen Reformprozess befürwortet und daran aktiv mitgewirkt. An der Vollversammlung 2013 in Budapest wurde eine neue Verfassung angenommen, die die Strukturen vereinfachte, die Kompetenzen der diversen Organe klärte und auch den Umzug des Zentralsekretariats von Genf nach Brüssel implizierte. Der Kirchenbund hat dabei den Prozess der kompletten Integration der Kommission „Kirche und Gesellschaft“ in die KEK geführt.

Die letzte Vollversammlung von 2018 fand in Novi Sad/Serbien statt. Sie war wesentlich vom Thema „Zeugnis“ geprägt. Man möchte damit darauf aufmerksam machen, dass die christliche Existenz oder die Präsenz der Kirchen im öffentlichen Raum in Europa nicht mehr so sichtbar ist wie bisher. Die Kirchen sind aufgerufen, ihre Komfortzonen zu verlassen und sich einzubringen, und durch ihre Handlungen sichtbar zu werden. Der neue Präsident bis 2023 ist der reformierte Kirchenpräsident aus Elsass-Lothringen Pfr. Christian Krieger.