Agrarpolitik

CC/Parker Michael Knight

  • Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund SEK spricht sich dafür aus, den Boden als nicht auf seinen Geldwert zu reduzierendes Gut zu schützen und Landwirtschaft – gerade auch in ihrer Multifunktionalität – als einen Umgang mit Lebensgrundlagen zu verteidigen, der mehr ist als Warenproduktion und Warenaustausch.
  • Die Positionen des Kirchenbunds beruhen auf zwei wesentlichen theologischen Überzeugungen: Land ist eine sozial und ökologisch verantwortlich zu behandelnde und weiterzugebende Gabe Gottes; der Mensch muss immer im Blick sein, als handelnder und betroffener Einzelner und als Gruppe von Benachteiligten.
  • Der Kirchenbund unterstützt ausdrücklich den Vorschlag, den Grundsatz der Ernährungssouveränität in Artikel 2 Abs. 4 des Bundesgesetzes über die Landwirtschaft zu verankern. Zudem werden insbesondere konkrete Massnahmen als notwendig erachtet, die den nachhaltigen Fleischkonsum stärken, u.a die Streichung von tierbezogenen Beiträgen.
  • Der Kirchenbund spricht sich dafür aus, die erheblichen individuell menschlichen Folgen der – grundsätzlich vom Kirchenbund jedoch für weiterhin notwendig erachteten Reformprozesse – ausreichend zu flankieren und Einkommen zu stabilisieren. Dazu gehört, dass eine Erhöhung der SAK-Faktoren nur moderat gemäss dem technischen Fortschritt als vertretbar erachtet wird.
  • Der Kirchenbund begrüsst, dass die Wertschätzung der Arbeit von Bäuerinnen im Vernehmlassungsbericht zur Agrarpolitik 2014-2017 explizit aufgenommen wurde. Er erachtet die Unterstützung von Bäuerinnen im landwirtschaftlichen Betrieb als fundamental und regt an, Ausbildungen für eine ergänzende Landwirtschaft zu fördern.

Stellungnahmen und Publikationen des SEK

Schweizerische Reformierte Arbeitsgemeinschaft Kirche und Landwirtschaft SRAKLA